Ex-Porsche-Vorstand erkennt das Potenzial und steigt direkt mit ein
Ex-Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke und zwei weitere Top-Investoren steigen bei „Blackpin IoT“, ein Spin-off der „Blackpin GmbH“, ein.
Mit einer intelligenten Sensor-Bettmatte zur Dekubitus-Prävention tritt das neue CareTech-Start-up „Blackpin IoT“ an, um Pflegekräfte zu entlasten und den Pflegemarkt technologisch weiterzuentwickeln.
Engere Vernetzung von Mensch und Maschine
Das junge Unternehmen ist ein Spin-off der „Blackpin GmbH“, die bereits im Bereich sichere Kommunikation und digitale Kollaboration tätig ist. Die Gründerinnen und Gründer Sandra Jörg, Regine Haschka-Helmer und Norbert Mittwollen verfolgen mit ihrer Technologie ein klares Ziel: Mensch und Maschine stärker zu vernetzen, um Pflegekräfte und Angehörige im Alltag zu unterstützen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern.
2030 doppelt so viele Pflegebedürftige
Nun gewinnt das Start-up namhafte Investoren für sein Vorhaben: Lutz Meschke, ehemaliger Finanzvorstand (CFO) der Porsche AG, steigt als einer der Gesellschafter ein. Lutz Meschke bringt jahrelange Erfahrung aus einem der renommiertesten Automobilkonzerne der Welt mit und steht für finanzielle Exzellenz und strategische Weitsicht. Meschke hat im Rahmen seiner Porsche-Aktivitäten unter anderem auch Porsche Venture aufgebaut. „Im Vergleich zu heute werden wir 2030 doppelt so viele pflegebedürftige Menschen in Deutschland haben und 500.000 Pflegekräfte weniger. Wir benötigen innovative Lösungen mittels KI und intelligenter Devices, mit denen wir Pflegekräfte aus dem Ausland, aber auch Angehörige befähigen können, gemeinsam den Pflegenotstand besser zu bewältigen“, sagt Meschke.
Zwei Business Angels runden das Team ab
Zusätzlich erhält das Unternehmen Unterstützung von weiteren Business Angels – Volker Zeh und Michael Musick steigen ebenfalls als strategische Investoren ein. Volker Zeh ist Geschäftsführer der Firma Suena, die mit der Herstellung von Antidekubitus-Matratzen der ideale Partner ist. Weiterhin hat Zeh durch mehrere Ämter ein internationales Netzwerk aufgebaut, unter anderem als Honorarkonsul von Montenegro, und möchte die internationale Vermarktung vorantreiben. Michael Musick übernimmt die Rolle als Beirat. Er ist seit über 25 Jahren im Gesundheitswesen aktiv und verbindet Medizin-Informatik/MedTechBetriebswirtschaft sowie komplexes strategisches Turnaround-Management. In wesentlichen C-Level-Rollen hat er das Gesundheitswesen technologiebasiert sowie patienten- und mitarbeiterorientiert weiterentwickelt. Damit startet „Blackpin IoT“ mit einem erfolgreichen, erfahrenen Investoren- und Beiratsteam und setzt ein starkes Signal für die Zukunft des Unternehmens.
Dekubitus - eine der häufigsten Komplikationen
Dekubitus – auch bekannt als Druckgeschwür – gehört zu den häufigsten Komplikationen bei nicht mobilen oder pflegebedürftigen Menschen und ist einer der größten Kostentreiber. Die intelligente KI-unterstützte Matte erkennt Bewegungen und Liegepositionen und kann daraus Handlungsempfehlungen ableiten, um riskante Liegezeiten zu vermeiden. Eine automatisierte Dokumentation und Erinnerungen sollen helfen, Zeit zu sparen und eine bessere Kontrolle über das regelmäßige Wenden zu ermöglichen. Ziel ist es, Pflegepersonal und Angehörige frühzeitig zu unterstützen und Prozesse effizienter zu gestalten. „Die Sensorbettmatte soll Entlastung im pflegerischen Alltag schaffen, damit wieder mehr Zeit für die eigentliche Pflege am Menschen beziehungsweise Patienten bleibt. Ziel ist auch, die zunehmenden bürokratischen Arbeitsprozesse KI-basiert zu entlasten, um die Pflegedokumentation transparent und automatisiert zu unterstützen“, erklärt Michael Musick.
Erfolge sind bereits da
Das Unternehmen gewann noch vor der Gründung den ersten Platz des Schwarzen Löwen, den Wirtschaftspreis Baden-Württembergs in der Kategorie Innovation. Des Weiteren gewann es die Teilnahme am renommierten Osnabrück Healthcare Accelerator (OHA) und wurde damit Teil eines der wichtigsten Health-Tech-Programme in Europa. Im Mai gewann „Blackpin IoT“ außerdem die Teilnahme am neunmonatigen InnoTrack-Inkubator in Leipzig und durfte jüngst dem Encourage Venture-Netzwerk beitreten. Ein weiterer bedeutender Erfolg gelang Ende letzten Jahres: Das Unternehmen gewann das Förderprogramm der ESA - European Space Agency und erhielt eine Förderung im sechsstelligen Bereich, um mit einer Machbarkeitsstudie die technologische Entwicklung weiter voranzutreiben. Das Unternehmen setzt auf eine Sensorik, die in der Luft- und Raumfahrttechnologie eingesetzt wird.
Große Unterstützung aus der Forschung
Von Beginn an setzt „Blackpin IoT“ auf eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung, Technologie und Pflegepraxis. Zu den wichtigsten Partnern gehören unter anderem als Produktionspartner Suena und Kinotex. Die Forschungseinrichtungen Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd mit ihrer Creative Hall, die Hochschule Aalen, die Hochschule Osnabrück und das ICCAS Leipzig/Universität Leipzig unterstützen das Unternehmen im wissenschaftlichen Pflegeumfeld.
Ebenfalls wird bereits an Pilotversuchen in Pflegeeinrichtungen mit dem Melanchthonhaus Schwäbisch Gmünd gearbeitet. Parallel zum technologischen Fortschritt baut das Start-up seine Präsenz weiter aus. In Leipzig wurde kürzlich eine neue Niederlassung eröffnet, um die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Partnern in Mitteldeutschland zu stärken und die Nähe zum ICCAS auszubauen. Ziel: den Pflegemarkt neu denken.
Kurz vor dem Kollaps in der Pflege
Die Gründer sind überzeugt, dass technologische, innovative Lösungen eine zentrale Rolle spielen werden, um den Herausforderungen im Gesundheits- und Pflegesystem zu begegnen. „Wir stehen vor einem Kollaps in der Pflege, deshalb muss man neu denken. Mit der Verbindung aus Sensorik, KI und sicherer digitaler Kommunikation wollen wir dazu beitragen, dass Mensch und Maschine künftig enger zusammenarbeiten – zum Wohl der Patientinnen und Patienten und zur Entlastung der Pflege“, erklärt Sandra Jörg, die Gründerin.



